Pandoc Marked und Textexpander im Team

Pandoc Marked und Textexpander im Team

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Ich schreibe immer noch gerne mit Pandoc 1, weil ich bis heute keine bessere Lösung zum Erstellen von Texten, oder besser deren Verwertung, gefunden habe. Was Pandoc so interessant macht ist, dass es einerseits Markdown 2 um eigene Elemente erweitert, aber auch Multimarkdown, LaTeX, MediaWiki und etliche andere Formate versteht und gleich von Haus aus in noch mehr Zielformate (HTML, LaTeX, EPUB etc.) bringen kann. Sehr imposant kann dies auf der Projektseite von Pandoc grafisch eingesehen werden.

Mein Arbeitsfluss beruht auf die Zusammenarbeit von mehreren Werkzeugen. Mit dem Editor Sublime Text 3 schreibe ich die Texte, mit Unterstützung verschiedener Erweiterungen. Ganz besonders Hilfreich ist das Paket SublimeTableEditor 4 um auf Textebene mit Tabellen zu arbeiten. Dieses Werkzeug richtet Spalten- und Zeilen-Größen automatisch am Text aus, damit alles passt.

Für die spätere (Web-)Vorschau dient Marked 5, ein klasse Werkzeug dass auch gleich mit externen Prozessoren (Pandoc) neben Multimarkdown zurecht kommt. Marked erkennt eine Änderung der Datei und startet z.B. nach einem Speichervorgang automatisch die HTML-Aufbereitung in einem extra Fenster. So prüfe ich meine eigene Style-Sheet-Aufbereitung und die technischen Sprünge innerhalb des Dokumentes. Marked versteht es aber ebenso von Haus aus gleich etliche Exporte, z.B. DOCX, ODT oder PDF, zu unterstützen.

Ein wenig Tipparbeit spart mir Textexpander 6. Textexpander erkennt im Hintergrund bestimmte Eingaben. Bei mir sind es Kürzel, die dann durch Textexpander ausgeschrieben werden. So wird aus ein pt3 eine komplette Tabelle mit drei vordefinierten Spalten samt Überschriften (die dann sauber durch SublimeTableEditor auf Maß gebracht wird). Schön ist auch die Unterstützung in Form von Formularen. Wieder angestoßen durch ein bestimmtes Eingabekürzel, wird dieses nicht sofort mit einem vorher definierten Text überschrieben, vielmehr werden notwendige Informationen zur Eingabe angefordert, um dann zusammen den gesamten Zieltext zu platzieren. Als Beispiel die Abfrage des eigentlichen Fußnotentextes, um dann zusammen die gesamte Syntax einzubetten. Ich weis, dass solche Funktionen als Snippets in verschiedenen Editoren schon vorhanden sind. Textexpander funktioniert unabhängig und kann eigentlich überall dort eingesetzt werden, wo selbst definierte Eingabekürzel automatisch ausgeschrieben werden sollen.

Für die PDF-Aufbereitung setze ich den Text in LaTeX. Auch dies wird durch Pandoc unterstützt. Pandoc selbst hält hier eine sehr flexible Präambel parat, die durch Übergabeparameter beim Aufruf von Pandoc konfiguriert wird. So werden dann die Seitengröße (A4), die deutsche Textunterstützung und andere wichtige Einstellungen berücksichtigt. Eigene Präambeln können ebenfalls mit einbezogen werden, um hier die Flexibilität zu vervollständigen.

Die Quell- und Ausgabesteuerung bei Pandoc erfolgt über Parameter. Es gibt keine grafische Benutzeroberfläche. Der Vorteil hierbei ist die mögliche Integration in eigene (grafische) Werkzeuge. Ich selbst nutze ein Shell-Skript, um nicht immer alle Parameter erneut eingeben zu müssen. Wer neugierig geworden ist, liegt bei der Projektseite genau richtig, um einen Einblick zu bekommen. Viele Zusammenhänge, insbesondere der LaTeX-Bereich, werden im Buch "Markdown und Pandoc" von Michael Kofler 7 tiefer erläutert.