Jekyll ohne Mr. Hide

Jekyll ohne Mr. Hide

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Ja ich spiele mit dem Gedanken, mich von Textpattern zu trennen und die Seiten statisch zu erstellen.

Angefixt durch eine Twitter-Meldung 1, bin ich auf Jekyll 2 3 gestoßen. Ein Software-Paket erstellt mit Ruby, um statische Seiten 4 zu generieren. Eine Umgebung mit einem SQL-Server, wird somit nicht benötigt.

Die Webseiten werden ganz klassisch per HTML als Template erstellt und mit verschiedenen Logiken versehen, um während der Generierung der Seiten doch noch eine Dynamik zu berücksichtigen, wie z.B. Artikel auf mehrere Seiten zu verteilen oder Artikel nach Kategorien zu filtern.

Artikel (Posts) selbst werden in Markdown 5 geschrieben und mit einer Nomenklatur versehen, damit das Erstellungsdatum, Titel, Tags, Kategorie und zuletzt der Inhalt selbst mit in die Seiten eingebettet werden können.

Das Ergebnis später nach einem Erstellungslauf sind fix und fertige statische Seiten, ohne Dynamisierung per PHP oder einer anderen Sprache.

Das ganze hört sich schlank an. Ist auf jeden Fall mit etwas mehr Arbeit verbunden, weil der Arbeitsfluss komplett anders abläuft, als direkt im Frontend eines CMS zu arbeiten. Vielmehr wird direkt mit Dateien gearbeitet (ist ja klar), die mit beliebigen Werkzeugen auf den Webserver transportiert werden.

Aus Neugier habe ich mich in die Thematik eingearbeitet und versucht das bestehende Layout statisch umzusetzen, was auch funktioniert. Dabei ist mir die andere Seite der Medaillie aufgefallen. Es gibt keine Kommentarfunktion mit Jekyll, man ist in diesem Fall auf externe Dienste wie z.B. Disqus 6 angewiesen, was mir persönlich stinkt. Verschiedene Ansätze mit Mails zu arbeiten, könnte funktionieren. Oder man verzichtet komplett auf Kommentare, was ich nicht so möchte, obwohl das bei mir nicht so auffallen würde.

Der RSS-Feed kann gebaut werden, kein Problem. Anders sieht es wieder mit einer eigenen Suchfunktion aus, wo evtl. wieder auf externe Dienste zurück gegriffen werden muss.

Warum also der Spleen eine eigentlich bequeme CMS-Lösung abzutreten und eher mit Stein und Meißel zu arbeiten? Ich kann die Frage nicht beantworten. Geschwindigkeitsvorteile (statische Seiten) und ein kleinerer Angriffspunkt (kein PHP) sind für mich nicht ausschlaggebend. Ich denke eher für mich ist es Neugierde, den Weg zurück zum Einfachen zu gehen. Jekyll ist nicht für mittel große oder ganz große Auftritte gedacht, aber auf jeden Fall einen Blick wert.