Meine digitalen Notizzettel, die zusammen kein Ganzes bilden ;-)

Einfacher CalDAV-Kalender

Ich denke, dass viele auf die Idee kommen, Termine zentral für eine Gruppe von Leuten zur Verfügung zu stellen. Bei mir ist die Gruppe die eigene Familie. Immer mehr Termine kommen mittlerweile zusammen, besonders dann, wenn die Kinder in die Schule gehen und es so nicht mehr ausreicht, auf Zuruf schnell Elternabende, Klavierstunden u.s.w. irgend wie zu behalten.

Um die Kollision von Terminen zu verringern, war ich auf der Suche nach einer Server-Lösung außerhalb von Google, um einfach nur einen eigenen Kalender zu hosten. Die Suche brachte viele Komplettlösungen wie OwnCloud oder Groupware-Giganten zu Tage, aber zuletzt habe ich eine schlanke Open-Source Lösung gefunden.

Baïkal

Baïkal 1 2 unterstützt eine einfache Kalender- und Kontakt-Server-Lösung, basierend auf Standards (CalDAV und CardDAV), wie sie wohl von fast jedem Kalender- oder Kontakt-Programm unter Linux, Mac oder Windows verstanden werden kann.

Die Installation ist wirklich einfach (analog zu einem Wordpress oder dergleichen) und in wenigen Minuten passiert. Voraussetzung ist hier ein Webserver für das Webinterface, sowie eine SQL-Datenbank (MySQL oder SQLite) und PHP-Unterstützung.

Die Installation selbst ist dokumentiert und auch die Konfiguration einiger Programme. Im Grunde werden, nach der eigentlichen Installation, über das Webinterface die Benutzer angelegt, mit der typischen Abfrage notwendiger Zugangsdaten. Im Prinzip können verschiedene Kalender angelegt werden, Baïkal limitiert hier nicht Kalender/Kontakt-Umgebungen. Zuletzt wird über eine bestimmte Adresse der Kalender:

http(s)://www.mydomain.com/Kalender/cal.php/principals/BenutzerName

und/oder die Kontakte

http(s)://www.mydomain.com/Kalender/card.php/principals/BenutzerName

vom jeweiligem Programm der Wahl angesprochen. Ich habe Baïkal in einem Verzeichnis (als Beispiel Kalender) installiert, was etwas von der Dokumentation abweicht und nutze selbst aktuell nur den Kalender-Teil.

Bis jetzt läuft alles nach Wunsch. Alle Smartphones unter verschiedenen Betriebssystemen synchronisieren sich genauso, wie der Rechner auf dem Schreibtisch mit Baïkal.

WLAN Freifunk

Irgend wie hat wohl jeder etwas über die Verantwortung eines WLAN-Betreibers gehört oder gelesen. Sei es, weil Gerichtsurteile zum Nachteil der Familien-Mütter oder Väter gefällt wurden, weil durch Dritte irgend welche Songs herunter geladen wurden, oder man selbst der Freifunk-Initiative 1 folgen, seinen WLAN-Zugang für alle zur Verfügung stellen möchte, aber doch vorsichtig geworden ist, weil in der Presse von einer Abmahnwelle die Rede war.

Ich selbst bin tiefer auf das Thema eingegangen, weil ich im Paderborner Chaos-Treff 2 zum ersten Mal über das Thema Freifunk 3 etwas gehört habe. Die Idee ist prima, insbesondere für diejenigen, die vielleicht ein eigenes Geschäft oder Kaffee haben, um so für Besucher einen Mehrwert zu bieten.

Je mehr ich allerdings darüber nachdachte, welche Verantwortung der Betreiber womöglich hat, um so mehr Fragen stellte ich, auf die ich so keine direkte Antwort erhielt. Technisch ist alles soweit sauber, sogar eine VPN-Verbindung wird zu einem anderen EU-Land für die eigentliche Kommunikation über das Internet aufgebaut, damit ein Freifunk-Nutzer anonym bleibt, aber erst recht der WLAN-Zur-Verfügung-Stellende selbst.

Interessant wird es aber, wenn man sich fragt, was man als Betreiber ist. Ist man ein Provider wie die Großen, gibt es dann hiermit andere gesetzlichen Auflagen? In diesem Zusammenhang kommen schnell die Begriffe wie Abmahnungen oder zuletzt die Störerhaftung ins Spiel, die zuletzt nicht nur für Freifunkbetreiber interessant sind, sondern für alle WLAN-Enthusiasten zu Hause privat, z.B. in einer WG.

Zum Thema Freifunk, WLAN und die gesetzliche Seite bzw. Situation hierzu, gibt es aus meiner Sicht einen sehr informativen Podcast (Freifunk statt Angst) 4 im Chaosradio 5, wo ein ziemlich großer Teil meiner Fragen beantwortet wurde und evtl. für den Einen oder Anderen ebenfalls von Interesse ist.

  1. Freifunk-Initiative: http://freifunk.net

  2. C3PB: https://www.c3pb.de

  3. Freifunk Paderborn: http://paderborn.freifunk.net

  4. Freifunk statt Angst (Podcast 203): http://chaosradio.ccc.de/cr203.html

  5. Chaosradio: http://chaosradio.ccc.de/index.html

Übersicht mit Hilfe von Widgets auf dem Desktop

Bei RocketInk 1 habe ich einen interessanten Artikel zum Open-Source Tool “Übersicht” 2 3 für den Mac entdeckt, dass ähnlich zu Geektool 4 oder Nerdtool 5 zum Beispiel Systeminformationen fest auf dem Desktop projiziert.

Interessant bei der Angelegenheit ist wohl, dass die eigentlichen Widgets mit CoffeScript oder JavaScript erstellt werden, Shell-Kommandos einbezogen werden können, um so per HTML und CSS formatiert die Ergebnisse zu präsentieren.

  1. Übersicht-Artikel bei RocketInk: http://rocketink.net/2014/08/ubersicht.html

  2. Übersicht (Projektseite): http://tracesof.net/uebersicht/

  3. Übersicht (Github): https://github.com/felixhageloh/uebersicht

  4. Geektool (Projektseite): http://projects.tynsoe.org/en/geektool/

  5. Nerdtool (Projektseite): http://mutablecode.com/apps/nerdtool.html

Kleiner Audio Ausflug am 20. July 2014

Captain Crunch

Schon fast wieder vorbei. Der WDR Hörspielspeicher 1 wiederholte die Dokumentation über Captian Crunch, über die ich schon 2010 berichtete 2.

Stanley Kubrick

Interessantes Feature im Deutschlandfunk 3 über Stanley Kubrick 4 (Ein Leben für den Film), insbesondere im Filmrückblick (Beispiel: “2001: Odyssee im Weltraum” 5).

Isso als Kommentarsystem für statische Site-Generatoren

Es gibt viele statische Site-Generatoren. Die bekanntesten unter ihnen sind vermutlich Jekyll 1, Pelican 2 und ganz neu First Crack 3. Die Vorteile liegen auf der Hand, aber auch die Nachteile. Als Beispiel das Kommentieren von Artikeln, denn es gibt im technischen Sinn ja keine dynamische Beziehung zum Artikel, wo eine entsprechende Steuerung die Koordination übernimmt.

Um weiter statisch seine Artikel zu belassen, aber dennoch Kommentare einzubauen, benutze ich ein Plug-In 4 für Jekyll, wo per Mail ein Dialog statt findet. Der Kommentar wird zuletzt manuell von mir eingearbeitet. Ein Vorgang, der bei einer überschaubaren Kommentaranzahl funktioniert.

Isso

Die Brücke für eine dynamische Steuerung schlägt Isso 5, wenn es nicht mehr manuell zu handhaben ist. Ein Kommentarsystem ähnlich zu Disqus, welches aber lokal auf dem eigenen gehosteten System läuft. Voraussetzung hierbei ist, dass man die Macht hat eigene Dienste zu starten (SQLite und Python sind notwendig).

Die Server- und Client-seitige Konfiguration, bzw. die Integration in statische Seiten ist dokumentiert. Im uberspace-Wiki 6 selbst sind zwei Artikel zum Thema verlinkt, wobei mir der Eine, vom Isso-Autor 7 selbst, am besten weiter geholfen hat. Zudem ist die IRC-Unterstüzung im Channel #isso (freenode.net) perfekt.

Im Punkt Design kommen wir zur anderen Seite der Medaille. Funktionen wie Identicons können deaktiviert werden, das Voten von Artikeln (noch) nicht. Eine Integration von Gravatar fehlt und wird auch nicht favorisiert. Optische Anpassungen per CSS sind aber möglich.

Steht alles, gibt es ein Kommentarsystem (einschließlich Moderation), welches kaum Wünsche offen lässt. Die Hauptmerkmale können auf der Projektseite ausprobiert werden, ein Blick lohnt sich bestimmt.

  1. Jekyll (Projektseite): http://jekyllrb.com

  2. Pelican (Projektseite): http://blog.getpelican.com

  3. First Crack (Github): https://github.com/zacjszewczyk/FirstCrack

  4. Jekyll Kommentar-Plugin (Github): https://github.com/mpalmer/jekyll-static-comments

  5. Isso (Projektseite): https://posativ.org/isso/

  6. uberspace (Wiki): https://wiki.uberspace.de/cool

  7. Artikel zu Isso und uberspace.de: http://blog.posativ.org/2014/isso-und-uberspace-de/

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